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Meldung vom: | Verfasser/in: IAP
Dr. Vira Besaga im Labor.
Foto: Dr. E. LyubinSeit dem 1. März 2026 leitet Dr. Vira Besaga die Nachwuchsgruppe „Quantum and Hybrid Light“ am Institut für Angewandte Physik (IAP) der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Eingebettet in die Forschungsgruppe Nano & Quantum Optics erforscht sie neue Konzepte von Quanten- und Hybridlicht für zukünftige photonische Quantentechnologien.
Wissenschaftlicher Werdegang
Ihr wissenschaftlicher Werdegang begann mit einem Bachelorstudium in Optik, wobei ein ingenieurstechnische Anteil sehr bewusst gewählt war: „Ich bin stark an Anwendungen interessiert. Es ist mir wichtig, dass Forschung zu Lösungen mit einem klaren Zweck und messbarem Einfluss beiträgt.“
Dr. Besaga setzte diesen Weg konsequent über ihr Masterstudium mit Schwerpunkt Photonik fort bis hin zur Promotion an der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 2020 im Bereich digitaler holografischer Messtechnik. Als Postdoc vertiefte sie sich in die Quantenoptik: „Ich wollte mich selbst herausfordern, indem ich in ein neues Fachgebiet betrete, unterschiedliche Ansätze kennenlerne und meine wissenschaftliche Perspektive erweitere.“
Aktueller Forschungsschwerpunkt
In ihrer aktuellen Forschung verbindet Dr. Besaga klassische optische Methoden mit quantenoptischen Ansätzen. Untersucht werden hybride photonische Zustände, die Quantenressourcen mit den strukturellen und topologischen Eigenschaften von Licht kombinieren. Zentraler Forschungsschwerpunkt ist hierbei die quantenverstärkte Sensorik. Dafür werden nichtklassische Korrelationen genutzt, um die Messgenauigkeit über klassische Grenzen hinaus zu erhöhen, während gezielt gestaltete topologische Eigenschaften des Lichts dazu beitragen, Informationen während der Ausbreitung und bis zur Detektion zu bewahren.
Bewusst Jena
Dieses ambitionierte Vorhaben möchte Dr. Vira Besaga hier in Jena umsetzen: „Jena verbindet ein bemerkenswertes wissenschaftliches Erbe mit einem starken Innovationsgeist. Die Umgebung hochmotivierter Forschender schafft eine inspirierende Atmosphäre, die kontinuierlich zum Wachstum anregt.“ Insbesondere schätzt sie die lokale Forschungsinfrastruktur, die administrative Unterstützung und die kollaborative Kultur, die eine schnelle Entwicklung neuer Ideen ermöglichen. „Hier findet man sowohl wissenschaftliche Freiheit als auch ein lebendiges Umfeld, in dem Natur, Kultur und eine starke akademische Gemeinschaft zusammenkommen,“ formuliert es Dr. Besaga.
Logo BMFTR
Grafik: BundUnterstützung für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
Die Nachwuchsgruppe wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 2,3 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. Damit ermöglicht es den Aufbau eines internationalen Forschungsteams, die Entwicklung moderner Laborinfrastruktur sowie Kooperationen mit Partnern wie dem Fraunhofer IOF, dem Universitätsklinikum Jena, dem Leibniz-IPHT sowie Kolleginnen und Kollegen in Finnland, Großbritannien, der Türkei und Australien.
Zu den potenziellen Anwendungen gehören die Biosensorik, bei der schon kleinste Veränderungen in biologischen Proben detektiert werden können, sowie robuste photonische Kommunikation und Umweltüberwachung unter schwierigen Bedingungen wie Nebel oder verschmutzter Luft.
Mit ihrer Arbeit möchte Dr. Besaga dazu beitragen, Jenas Position als führenden internationalen Standort für Optik und Quantentechnologien weiter zu stärken.