Rückblick "Physik für Schülerinnen" 2026

Impressionen des Workshops, der vom 12. bis 15. Oktober 2026 an der Physikalisch-Astronomischen Fakultät durchgeführt wurde.

Workshop "Physik für Schülerinnen"

Foto: Jana Hölzer (Uni Jena)
Workshop "Physik für Schülerinnen"

Erfolgreicher Ferienworkshop: Teilnehmerinnen aus vier Bundesländern erforschen die Welt der Physik in Jena

Beim diesjährigen Workshop der Physikalisch-Astronomischen Fakultät schlüpften zwölf Mädchen im Alter von 16 bis 18 Jahren für vier Tage in die Rolle von Forscherinnen. Begleitet von erfahrenen Wissenschaftler:innen führten die Teilnehmerinnen eigene Experimente durch und erhielten spannende Impulse für ihre spätere Studien- und Berufswahl. Das Ziel des bereits zum 19. Mal ausgetragenen Formats ist es, physikinteressierte Mädchen gezielt für naturwissenschaftliche Fragestellungen zu begeistern sie auf ihrem Weg in eine naturwissenschaftliche Karriere zu begleiten.

Vielfältiges Programmangebot:

  • Praktikumsversuche im Physikalischen Grundpraktikum
  • Mehrtägige Arbeit in Projektgruppen zu verschiedenen physikalischen Fragestellungen
  • Besuch der Lichtwerkstatt und Workshop "Vom Lötkolben zum Leuchtobjekt"
  • Vortragsreihe „Was macht man eigentlich als Physikerin?“
  • Laborführung in der AG "Superresolution Microscopy"
  • Präsentation der Projektarbeit auf der Abschlussveranstaltung
  • Austausch mit Studierenden der Physikalisch-Astronomischen Fakultät
  • Kulturelles Rahmenprogramm inkl. Planetariumsbesuch

Fotogalerie

Experimente im physikalischen Grundpraktikum

Im physikalischen Grundpraktikum führten die Schülerinnen in Kleingruppen eigene Experimente in den Universitätslaboren durch. Auf dem Plan standen unter anderem Versuche zum Auftrieb, Ultraschallmessungen, die Bestimmung der spezifischen Ladung des Elektrons sowie die Funktionsweise eines Lichtmikroskops.

Besuch der Lichtwerkstatt

Einen direkten Bezug zur Praxis bot der Ausflug in die Lichtwerkstatt Jena am nächsten Morgen. Nach dem Motto „Vom Lötkolben zum Leuchtobjekt“ erprobten die Mädchen ihr physikalisches Wissen ganz praktisch und ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Nach ersten erfolgreichen Lötversuchen wurden unter Verwendung von LEDs individuell gestaltete Alpakas zum Leuchten gebracht.

Projektarbeit: Forschungsthemen erkunden

Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die Arbeit in Projektgruppen. Unter Anleitung erfahrener Wissenschaftler:innen bearbeiteten die Schülerinnen in kleinen Gruppen über mehrere Tage hinweg physikalische Fragestellungen zu technischen Alltagsphänomenen und aktuellen Forschungsthemen. Die Teilnehmerinnen befassten sich unter anderem mit den Grundlagen der Photovoltaik und bauten sogar eigene, einfache Solarzellen. Beim Konstruieren eines Fahrzeugs, das sich über Muskelkraft oder den eigenen Herzschlag steuern ließ, tauchten sie in die Welt der Sensoren, Signale und Programmierung ein. Darüber hinaus konnten die Mädchen mittels Elektronen- und Rastertunnelmikroskopie die physikalischen Grenzen der Sichtbarkeit und die faszinierende Welt des Nanomaßstabs entdecken. Zum Abschluss des Workshops wurden die erarbeiteten Projektarbeiten in anschaulicher Weise vor allen Teilnehmerinnen präsentiert.

Vortragsreihe „Was macht man eigentlich als Physikerin?“

Auch der Austausch und die berufliche Orientierung kamen nicht zu kurz. Bei einem geselligen Abendessen in einem Restaurant in der Jenaer Innenstadt nutzten die Mädchen die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und intensiv mit Mitarbeiter:innen der Physikalisch-Astronomischen Fakultät ins Gespräch zu kommen. Weitere offenen Frage zu den beruflichen Optionen nach dem Physikstudium konnten in der Vortragsreihe „Was macht man eigentlich als Physikerin?“ geklärt werden. Dabei gaben die Physikerin Prof. Dr. Maria Dienerowitz, Dr. Henrike Schlutow, Florentine Friedrich und Patricia Koch Einblicke in die Bereiche Hochschule, Industrie, Wissenschaftskoordination und -kommunikation sowie den Lehrberuf. Sie berichteten über die Beweggründe ihrer Studienwahl, Lehrinhalte, Forschungsaufenthalte und ihren Arbeitsalltag.

Laborführung am Institut für Angewandte Optik und Biophysik

Eine Laborführung am Institut für Angewandte Optik und Biophysik bot der Gruppe spannende Einblicke in die Arbeit der Arbeitsgruppe „Superresolution Microscopy“. Vor Ort wurde deutlich, wie wichtig die interdisziplinäre Forschung ist, beispielsweise um molekulare sowie zelluläre Wechselwirkungen – speziell an Membranen – noch besser zu entschlüsseln.

Stimmen von Teilnehmerinnen

  • Es hat viel Spaß gemacht und man hat einen guten Eindruck ins Studium bekommen. Ich habe auch einige neue Berufsmöglichkeiten als Physikerin kennengelernt.

    Teilnehmerin 2026

    Workshop "Physik für Schülerinnen"
    Foto: Jana Hölzer (Uni Jena)
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