Projektstart I-WAVE
Innovative Wellenleiter für quantenoptische Anwendungen zur effizienten Erzeugung von Verschränkungszuständen
Photonischer Chip gekoppelt mit einem Glasfaser-Array.
Foto: Juan J. Arango-Uribe
- Light
- Forschung
Meldung vom: | Verfasser/in: Dr. Sebastian Schmitt
Könnte ein winziger Wellenleiter dazu beitragen, Quantentechnologien kompakter und skalierbarer zu machen?
Das neu gestartete I-WAVE-Projekt an unserem Institut für Angewandte Physik zielt darauf ab, polarisationsverschränkte Photonenpaare direkt in photonischen Wellenleitern zu erzeugen.
Zuverlässige Quellen für verschränkte Photonen sind für photonische Quantentechnologien unverzichtbar. Viele bestehende Quellen basieren jedoch auf komplexen optischen Aufbauten mit zahlreichen Komponenten, was sie kostspielig, energieintensiv und schwer skalierbar macht.
I-WAVE wird untersuchen, wie Kristallsymmetrien und die intrinsischen optischen Eigenschaften von Wellenleitern die Erzeugung von Verschränkung direkt innerhalb des Bauteils ermöglichen können, wodurch der Bedarf an externen optischen Komponenten reduziert wird.
Das Projekt läuft von Oktober 2026 bis September 2029 und umfasst die Entwicklung, Herstellung und Charakterisierung photonischer Strukturen, was schließlich in einem experimentellen Demonstrator gipfeln wird.
Ziel ist es, den Weg für kompakte, robuste und energieeffiziente Photonenquellen für Quantencomputer, Quantennetzwerke und quantensichere Kommunikation zu ebnen.
I-WAVE wird vollständig vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) finanziert und von der Gruppe „Emerging Platforms for Integrated Photonics“ am Abbe-Zentrum für Photonik der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter Dr. Sebastian Schmitt geleitet.