Astronomisches Praktikum

Organisatorisches:

  • einsemestriges Modul, im Sommersemester immer mittwochs von 18 bis 21h im SR Sternwarte (Schillergäßchen 2) 
  • Maximale Teilnehmerzahl: 24 Personen (in max. 8 Gruppen)
  • Anmeldung via Friedolin

Teilnehmerkreis:

  • Studierende im M.Sc. Physik
  • Lehramtskandidatinnen und Lehramtskandidaten Drittfach Astronomie oder im Wahlpflichtbereich Physik
  • Lehrerinnen und Lehrer in der Weiterbildung
  • Studierende mit Nebenfach Physik und Interesse an Astronomie

Vorraussetzungen:

  • empfehlenswert als Voraussetzungen sind z.B. die Vorlesungen "Einführung in die Astronomie" oder "Physik der Sterne"

Inhalte:

Bei dieser Lehrveranstaltung liegt der Schwerpunkt auf dem Kennenlernen der verschiedenen astronomischen Mess- und Auswertungsmethoden, mit denen die astrophysikalischen Parameter der Beobachtungsobjekte bestimmt werden können.

Im Rahmen des Praktikums erfolgen zwei Nachtbeobachtungsversuche, einer am Astrophysikalischen Institut in Jena, der andere an der Universitäts-Sternwarte in Großschwabhausen. Im Beobachtungsversuch (A) werden Messungen an verschiedenen astronomischen Objekten mit Zeiss Telementoren 63/840 durchgeführt. Da der Telementor heute zumindest noch an etlichen Schulen als Schulfernrohr eingesetzt wird, ist gerade dieser Nachtbeobachtungsversuch für Lehramtskandidaten von besonderem Interesse. Im Beobachtungsversuch (C) wird zunächst ein Transit eines Exoplaneten mit den modernen Beobachtungsinstrumenten der Universitäts-Sternwarte in Großschwabhausen beobachtet. Im Anschluss daran werden dann die gewonnen Bilddaten ausgewertet und analysiert, womit die Eigenschaften des Exoplaneten bestimmt werden können.

Zu den Aufgaben im astronomischen Praktikum gehören der Umgang mit dem Telementor, das Aufsuchen von astronomischen Objekten, die Durchführung eigener Beobachtungen mit den Instrumenten der Universitäts-Sternwarte Jena, sowie die Auswertung und Analyse astronomischer Beobachtungsdaten. Im Labor (Versuch L) soll zusätzlich die mineralogische Struktur von kosmischen Silikatanaloga bestimmt werden. Die Sternentstehung kann am Beispiel des jungen T Tauri Sterns P1724 untersucht werden. Dieser Versuch (I) demonstriert in gut verständlicher Weise, wie physikalische Parameter von Sternen aus Spektren und Bildern abgeleitet werden. Ein weiterer Versuch (F) zeigt das Zusammenspiel von Theorie und Beobachtung. Versuch K gibt eine Einführung in die Beobachtung im nahen infraroten Spektralbereich mit adaptiver Optik an Teleskopen der 8m Klasse zur Suche nach sub-stellaren Begleitern von Sternen. Im Versuch R schließlich sollen die Besonderheiten radioastronomischer Beobachtungen vermittelt werden, wobei z.B. die Kinematik von Gaswolken in der Milchstraßenebene mit dem SRT vermessen wird.

Bildergalerie

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Praktikumsplan:

Um den Erhalt neuer praktischer und wissenschaftlicher Kompetenzen zu optimieren, werden etwa abwechselnd einführende Vorlesungen und praktische Versuche durchgeführt (zwei nächtliche Beobachtungen, ein Laborversuch, ein Versuch zur Radioastronomie und Versuche zur Datenanalyse am PC), wobei grundlegende astrophysikalische Fragestellungen behandelt werden.

>> Praktikumsplan

Liste der Versuche

(Die Praktikumsanleitungen für die einzelnen Versuche stehen als pdf-files zum Download bereit.)

>> Praktikumsanleitungen

Markus Mugrauer, Dr.
Leiter des Astronomischen Praktikums
Dr. Markus Mugrauer
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