Ehrenpromotion von Prof. Dr. Anne L 'Huillier

Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Anne L 'Huillier durch den Präsidenten Prof. Dr. Walter Rosenthal und Dekan Prof. Dr. Gerhard Paulus Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Anne L 'Huillier durch den Präsidenten Prof. Dr. Walter Rosenthal und Dekan Prof. Dr. Gerhard Paulus

Frau Prof. Dr. Anne L'Huillier wurde am 05. November 2015 die Ehrendoktorwürde der Physikalisch-Astronomischen Fakultät für ihre bahnbrechenden Beiträge zur Attosekunden-Laserphysik, insbesondere für die Entdeckung der High-harmonic Generation und der nicht-sequentiellen Doppelionisation verliehen.

Frau L 'Huillier hat in Saclay (Frankreich) ihre wissenschaftliche Laufbahn begonnen und arbeitet derzeit an der Universität Lund (Schweden) als Professorin. Sie hat mehrere bahnbrechende Arbeiten vorgelegt. 1983 hat sie die nichtsequentielle Doppelionisation entdeckt, die mehr als ein Jahrzehnt das kontroverseste Thema der Starkfeld-Laserphysik war und noch heute ein sehr aktives Feld ist. Ihre bekannteste Entdeckung ist die High-harmonic Generation (HHG), also die vergleichsweise effiziente Erzeugung kohärenten Lichtes bis in den weichen Röntgenbereich aus optischer Strahlung. Diesen Effekt nutzen an der Physikalisch-Astronomischen Fakultät mindestens fünf Kollegen. Es ist absehbar, dass sich die HHG zu einer einzigartigen Strahlungsquelle entwickeln wird, auf deren Existenz neue Forschungzweige (zeitaufgelöste XUV-Spektroskopie, XUV-Mikroskopie etc.) entstehen werden bzw. bereits im Begriff sind, zu entstehen.

Die HHG ist auch die Grundlage der gerade aufblühenden Attosekunden-Laserphysik. Bereits 1990 war vermutet worden, dass die große Bandbreite der HHG zu Attosekunden-Pulsen führen könnte. Dies wurde wenige Jahre später durch ab-initio-Rechnungen "widerlegt". Es waren dann wiederum Frau L 'Huillier und Kollegen, die nachgewiesen haben, dass die Phasenanpassung störende Polarisationsterme filtern kann und durch HHG tatsächlich Attosekundenpulse erzeugt werden können. Auch auf dem Feld der Attosekunden-Laserphysik war und ist Frau L 'Huillier mit ihrer Gruppe an vielzitierten Arbeiten maßgeblich beteiligt.

Frau L 'Huilliers Arbeiten in der Starkfeld- und Attosekunden-Laserphysik sind von derart grundlegender Bedeutung, dass sie auch schon mal als die Madame Curie dieser Disziplinen bezeichnet wird. Sie hat u.a. den Zeiss-Forschungspreis erhalten und ist Mitglied im Nobel-Komitee.

Laudatio anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde [pdf 76KB]

 

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