Abbeanum

Physikalische Kolloquien im Sommersemester 2019

Gastvorträge für Hochschulmitarbeiter und Studierende ab dem Masterstudium. Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.
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Meldung vom: 15. April 2019, 14:00 Uhr

Information

Das Physikalische Kolloquium findet, wenn nicht anders angegeben,  jeweils um 16:15 Uhr im Hörsaal 1 Abbeanum, Fröbelstieg 1 statt.

Termine im Sommersemester 2019

15.04.2019 Inhalt einblenden
Dr. Matthias Hoeft, Thüringer Landessternwarte Tautenburg Foto: privat

Dr. Matthias Hoeft
Thüringer Landessternwarte Tautenburg

Habilitationsvorstellung

Galaxienhaufen und die Entwicklung kosmischer Magnetfelder
Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Objekte im Universum. Die enormen Materieansammlungen entstehen durch kontinuierlichen Einfall von dunkler Materie, Gas und Galaxien sowie durch Verschmelzen von Galaxienhaufen. Dies führt zu Stoßwellen und Turbulenz im Plasma zwischen den Galaxien, dem sogenannten Intracluster-Medium (ICM), und dadurch werden Elektronen auf relativistische Energien beschleunigt. In vielen gerade verschmelzenden Galaxienhaufen kann großskalige, diffuse Radioemission nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich, wie man durch die spektralen Eigenschaften schließen kann, um Synchrotronstrahlung. Dies zeigt, dass das ICM erheblich magnetisiert ist. Mit modernen Radioteleskopen, wie dem Low Frequency Array (LOFAR), können wir diese Radioemission mit viel größer Empfindlichkeit und besserer Auflösung studieren als zuvor. Die neuen Beobachtungen geben auch Aufschluss über die Struktur der Magnetfelder in Galaxienhaufen und erlauben Rückschlüsse auf die Entwicklung von Magnetfeldern im Universum. In dem Vortrag werde ich einen Überblick geben, wie LOFAR unsere Wissen über diffuse Radioemission in Galaxienhaufen revolutioniert, ich werde zeigen, welche Schlussfolgerungen sich aus dem Vergleich mit kosmologischen Simulationen ziehen lassen und ich werde die Struktur der Magnetfelder in Galaxienhaufen an einem spektakulären Beispiel diskutieren.

13.05.2019 Inhalt einblenden
Prof. Dr. Jörg Behler Foto: privat

Prof. Dr. Jörg Behler
Theoretische Chemie, Georg-August-Universität Göttingen

High-Dimensional Neural Network Potentials for Complex Systems

A lot of progress has been made in recent years in the development of atomistic potentials employing machine learning (ML) techniques. In contrast to most conventional potentials, which are based on physical approximations, ML potentials rely on simple but very flexible mathematical expressions without a direct physical meaning with the aim to reproduce a set of reference electronic structure data as accurately as possible. Due to this bias-free construction they are applicable to a wide range of systems without changes in their functional form, and a very high accuracy close to the underlying first-principles data can be obtained. Neural network potentials (NNPs), which have first been proposed about two decades ago, are an important class of ML potentials. While the first NNPs have been restricted to small molecules with only a few degrees of freedom, they are now applicable to high-dimensional systems containing thousands of atoms, which enables addressing a variety of problems in chemistry, physics and materials science. In this talk the underlying concepts of high-dimensional NNPs are presented with a special focus on constructing NNPs for condensed systems. Applications to various types of systems, from solids via liquid water to solid-liquid interfaces are presented.

03.06.2019 Inhalt einblenden
Prof. Dr. Helmuth Albrecht Foto: privat

 

Prof. Dr. Helmuth Albrecht
TU Bergakademie Freiberg

Die Anfänge der Laserforschung und Lasertechnik in der DDR in den 60er Jahren

Der Autor untersucht die frühe deutsche Laserforschung und Lasertechnik im Systemvergleich zwischen West und Ost, Kapitalismus und Zentralwirtschaft, Demokratie und Diktatur im Spannungsfeld von naturwissenschaftlicher und technischer Entwicklung, von Politik und Wirtschaft, von
Wissenschaftsorganisation und Militärforschung in einem Zeitraum, der seit dem Mauerbau zu den Höhepunkten des Kalten Krieges zählt.

Es wird der 2. Band der Reihe "Jenaer Beiträge zur Geschichte der Physik" vorgestellt, der mit Unterstützung des Alumnivereins der Fakultät herausgegeben wird. 

 

 

 

 

 

17.06.2019 um 17:00 Uhr in der Aula der FSU Inhalt einblenden
Schmidt, Heidemarie (1972) Foto: Anne Günther/FSU

Antrittsvorlesung

Prof. Dr. Heidemarie Schmidt

Leibniz-Institut für Photonische Technologien und
Institut für Festkörperphysik der FSU Jena

Polarisierbarkeit magnetooptischer Sensoren, BioCHIPs und gebundener magnetischer Polaronen

24.06.2019 Inhalt einblenden
Dr. Izabela Firkowska-Boden Foto: privat
Habilitationsvorstellung

Dr. Izabele Firkowska-Boden
Otto-Schott-Institut für Materialforschung

Funktionelle Grenzflächen an Materialien für die Mikroelektronik und biomedizinische Anwendungen

Bei der Entwicklung von modernen mikroelektronischen Geräten und Medizinprodukten sind die Verbesserung der Zuverlässigkeit und die Verlängerung der Lebensdauer wichtige Schlüsselaspekte. In beiden Bereichen wird diese Entwicklung von in den Systemen vorhandenen Grenzflächen erschwert, genauer gesagt von der unzureichenden Kontrolle der Prozesse, die an diesen Grenzflächen stattfinden.

Im ersten Teil meines Vortrags werde ich die Problematik thermo-mechanischer Spannungen an Grenzflächen in mikroelektronischen Geräten vorstellen. Hierbei ist die Grenzfläche zwischen Silizium und Metallen (wie z.B. Kupfer) von Zentraler Bedeutung, vor allem beim Wärme-Management von Hochleistungselektronik. Ich werde demonstrieren, wie man thermisch-mechanische Spannung an dieser Grenzfläche reduzieren kann, indem man Metall-Matrix-Komposite mit richtungsabhängigen thermischen Eigenschaften designt. Dabei stehen die Richtung hoher thermischer Leitfähigkeit (500 W m-1 K-1) und geringer thermischer Ausdehnung (2 ppm K-1) senkrecht zueinander. Derartige Komposit-Materialien werden realisiert, indem man thermisch anisotrope Graphit-Partikel innerhalb der Kupfer-Matrix ausrichtet. Inwieweit sich durch die Verwendung dieser speziellen Komposite technologische Vorteile ergeben, werde ich mittels Mikro-Raman-Messungen der Gitterschwingungen in Silizium im Vergleich mit herkömmlichen Metallen demonstrieren.

Im zweiten Teil werde ich Bio-Grenzflächen und die dortigen Wechselwirkungen zwischen Biomolekülen und Oberflächen von Medizinprodukten (z.B. Implantate) vorstellen. Unter anderem werde ich zeigen, dass definierte und gezielte Modifikationen der Oberflächentopographie im Nano-Bereich die Orientierung und Konformation von adsorbiertem Plasmaproteinen wie Fibrinogen ermöglicht. Dies beeinflusst schließlich die Thrombogenität und die antimikrobielle Aktivität des Materials. Mit Hilfe von MAPT (mapping using accumulated probe trajectories) wird das topographieabhängige, dynamische Proteinverhalten, wie z.B. Residenzzeit und Diffusionsrichtung, demonstriert.

 

01.07.2019 Inhalt einblenden

Prof. Dr. Rainer Kaufmann,
Centre for Structural Systems Biology
Department of Physics
University of Hamburg

08.07.2019 Inhalt einblenden
Prof. Ernst Paunzen, Masaryk Universität, Brno, Tschechische  Republik Foto: privat

Prof. Dr. Ernst Paunzen
Masaryk Universität Brno, Tschechische Republik

Galaktische Sternhaufen und Gaia-Daten - Wissen wir jetzt alles?

Die Gaia DR2 Daten geben uns neue Einsichten in die Entstehung und Entwicklung von Sternhaufen. Aber wissen wir nun alles über die Sternhaufen in unserer Nachbarschaft? Dieser Vortrag beleuchtet, kritisch, die neusten Erkenntnisse zu dieser Thematik.

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