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Studium der PHYSIK und WERKSTOFFWISSENSCHAFT an der FSU
letzte Aktualisierung: 19.05.2011

Übersicht

Ausbildungs- und Studienablauf

Wichtige Adressen


Ausbildungs- und Studienablauf

Seit Beginn des Wintersemesters 2007/2008 werden die Studiengänge Physik und Werkstoffwissenschaft mit den Abschlüssen Bachelor of Science (Regelstudienzeit 6 Semester bzw. 3 Jahre) und Master of Science (Regelstudienzeit 4 Semester bzw. 2 Jahre ) angeboten.

Mit dem Bachelor of Science (B.Sc.) wird nach einer Regelstudienzeit von 3 Jahren der erste berufsqualifizierende Abschluss erreicht, der sowohl für die Aufnahme einer Berufstätigkeit als auch zur Weiterführung des Studiums bis zum zweiten berufsqualifizierenden Abschluss Master of Science (M.Sc.) befähigt.

Das Studienangebot ist modular aufgebaut. Einzelne Module werden durch unterschiedliche Lern- und Arbeitsformen wie Vorlesungen, Seminare, praktische Übungen, selbstständige Studien und Prüfungen gebildet. Jedes Modul bildet eine Lern- und Prüfungseinheit, die mit dem Ergebnis auf dem Zeugnis dokumentiert wird. Ein Modul erstreckt sich in der Regel über ein Semester, wobei die grundlegenden Module wie Experimentalphysik, Struktur der Materie, Klassische Theoretische Physik und Moderne Theoretische Physik über zwei Semester gehen.

Die Physikalisch-Astronomische Fakultät ist Mitglied der Konferenz der Fachbereiche Physik der deutschen Universitäten, die das Physik-Studium in Deutschland koordiniert. Es bestehen enge Verflechtungen bis hin zum wechselseitigen Austausch von Studenten oder Doktoranden mit einer Vielzahl deutscher und ausländischer Universitäten.

Die Physikalisch-Astronomische Fakultät bietet Ausbildungsgänge mit den Studienzielen

Physik B.Sc. und M.Sc.
Lehramt Physik an Gymnasien und Regelschulen in Verbindung mit einem zweiten Fach
Lehramt Astronomie (als Drittfach) an.

Traditionell nimmt die Optik in Jena einen besonderen Platz in Lehre und Forschung ein. Schwerpunkte bilden dabei solche modernen Gebiete wie die nichtlineare und die integrierte Optik sowie die Quantenelektronik bzw. Laserphysik. Aber auch die Festkörperphysik und die Gravitations- und Quantentheorie prägen maßgeblich das Fakultätsprofil. Die Universität Jena gehört zu den wenigen Universitäten im deutschen Raum, die die Astronomie in Lehre und Forschung vertreten.

Die Physikalisch-Astronomische Fakultät bietet gemeinsam mit der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät sowie der TU Ilmenau den Studiengang

Werkstoffwissenschaft B.Sc. und M.Sc. an.

Mit diesem Studiengang werden die innovativen Potenzen der Universität auf dem Gebiet der Werkstoffwissenschaft, insbesondere Materialwissenschaft effektiv genutzt und umgesetzt.

Für alle an der Fakultät vertretenen Studiengänge wird jeweils zum Beginn des Wintersemesters ein zweiwöchiger Mathematik-Vorkurs angeboten, um die unterschiedlichen Mathematik-Vorkenntnisse der Studierenden auszugleichen und den Einstieg in das Studium, in dem die Mathematik eine grundlegende Rolle spielt, dadurch zu erleichtern.

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Bachelor-Studiengang Physik

Die Regelstudienzeit des Studiengangs Physik mit dem Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) beträgt 6 Semester und umfasst insgesamt 180 Leistungspunkte (LP). Der Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich.

Ziel des Physik-Studiums mit dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss Bachelor of Science ist es, die Studierenden auf die berufliche Tätigkeit vorzubereiten bzw. mit einer breiten physikalischen Allgemeinbildung die Basis für weitere Aus- oder Weiterbildungsabschnitte innerhalb oder außerhalb der Hochschule zu legen. Für das konsekutive Studium der Physik bildet der qualifiziert abgeschlossene Bachelor-Studiengang die erste Stufe und stellt eine Eingangsvoraussetzung für den Masterstudiengang dar.

Das Studium gliedert sich in Module des physikalischen Fachstudiums (insgesamt 108 LP), Module der Mathematik (insgesamt 32 LP), Module des nichtphysikalischen Nebenfachs (12 LP) und Module zu übergreifenden Inhalten (16 LP). Mit der Bachelor-Arbeit (12 LP) wird das Studium abgeschlossen.

Im Studium wird zwischen Pflicht- und Wahlpflichtmodulen unterschieden, um den Studierenden ab dem vierten Semester eine Schwerpunktbildung zu ermöglichen. So ist im vierten Semester ein physikalisches Wahlfach aus den Gebieten Astronomie/Astrophysik, Festkörperphysik/ Materialwissenschaft, Gravitations- und Quantentheorie oder Optik auszuwählen. Im Bereich übergreifende Inhalte kann zwischen den Modulen Messtechnik, Computational Physics II oder Mathematik gewählt werden.

Das physikalische Fachstudium setzt sich aus den Teilgebieten Experimentalphysik, Laborpraktikum, Theoretische Physik, dem Physikalischen Wahlfach und den übergreifenden Inhalten zusammen. Dazu kommt das Studium der Mathematik.

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Master-Studiengang Physik  

Die Regelstudienzeit des Studiengangs Physik mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) beträgt 4 Semester und umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte (LP). Der Studienbeginn ist sowohl im Wintersemester als auch im Sommersemester möglich.

Ziel des Master-Studiums als konsekutivem Abschluss auf dem Gebiet der Physik ist es, die Studierenden auf eine forschungsorientierte und wissenschaftsgestützte Berufstätigkeit vorzubereiten bzw. mit der fachwissenschaftlichen Ausbildung die Basis für weiterführende Ausbildungsprogramme innerhalb oder außerhalb der Hochschule zu legen.

Das Studium gliedert sich in Pflicht- und Wahlpflichtmodule des physikalischen Fachstudiums (insgesamt 48 LP), in Module des Nebenfachstudiums (insgesamt 12 LP) sowie zwei Projektmodule (30 LP). Mit der Master-Arbeit (30 LP) wird das Studium abgeschlossen.

Innerhalb des physikalischen Wahlfachbereichs wählen die Studierenden einen Vertiefungsbereich aus den Gebieten Astronomie/Astrophysik, Festkörperphysik/Materialwissenschaft, Gravitations- und Quantentheorie oder Optik, der im Umfang von mindestens 18 LP studiert wird und in dem auch die Master-Arbeit angefertigt wird. Daneben belegen die Studierenden ein oder zwei weitere physikalische Wahlfachmodule aus den vorgenannten Gebieten, um eine breite physikalische Ausbildung zu gewährleisten.

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Studiengang Physik-Lehramt

Der Studiengang Physik-Lehramt hat eine Regelstudienzeit von 10 Semestern für das Lehramt an Gymnasien bzw. 9 Semestern für das Lehramt an Regelschulen; der Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich.

Die Ausbildung im Fach Physik erfolgt auf den Gebieten der Klassischen Physik, Quantenphysik, Atom- und Molekülphysik, Festkörperphysik, Astrophysik u.a. Sie wird durch mehrere Praktika begleitet. Die physikdidaktische Ausbildung ermöglicht eine erste intensive Vorbereitung auf das künftige Tätigkeitsfeld durch die enge Verbindung zwischen theoretischen Ausbildungsbestandteilen, schulpraktischen Studien und laborpraktischen Übungen. Darüber hinaus werden erziehungswissenschaftliche Anteile vermittelt, zu denen schulbezogene Praktika gehören. Im sechsten Studiensemester wird ein Praxissemester in der Schule eingefügt, um rechtzeitig einen guten Kontakt mit dem späteren Berufsfeld zu bekommen.

Die Ausbildung an der Universität endet mit der ersten Staatsprüfung nach der Regelstudienzeit. Die diesbezüglichen Prüfungen erfolgen in Physik und in einem weiteren Fach, in der Didaktik beider Fächer, in Pädagogik und in Psychologie. Außerdem ist die Anfertigung einer Hausarbeit notwendig.

Als Kombinationsfach zur Physik sind alle Lehramtsfächer wählbar, die im Lehramt in Thüringen studiert werden können, z.B. Mathematik, Chemie, Sport, Deutsch, Englisch, Russisch, Geschichte und andere. Mathematik wird aber vorrangig als Kombinationsfach empfohlen (mit Mathematik erfolgt auch eine stundenplantechnische Abstimmung).

Astronomie ist als Drittfach im Direkt- und Weiterbildungsstudium wählbar. Die Ausbildung erfolgt auf den Gebieten Klassische Astronomie, Sonnensystem, Sternphysik, Sternsysteme und Kosmologie und wird durch ein astronomisches Praktikum und eine fachbezogene Didaktik-Ausbildung ergänzt.

An das Universitätsstudium nach der ersten Staatsprüfung schließt sich ein zweijähriger Vorbereitungsdienst an, der vorrangig einer weiteren didaktischen, psychologischen und pädagogischen Ausbildung dient und mit der zweiten Staatsprüfung abschließt.

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Studiengang Werkstoffwissenschaft

Die Regelstudienzeit des Studiengangs Werkstoffwissenschaft mit dem Abschluss B.Sc. beträgt 6 Semester. Die Regelstudienzeit des konsekutiven Studiengangs Werkstoffwissenschaft mit dem Abschluss M.Sc. beträgt 4 Semester. Der Studienbeginn ist nur im Wintersemester möglich.

Der Studiengang Werkstoffwissenschaft wird von zwei Thüringer Universitäten getragen, wobei nach jedem Studienjahr die Universität unter Anerkennung aller Leistungen gewechselt werden kann. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist die Vertiefungsrichtung "Materialwissenschaft", an der Technischen Universität Ilmenau "Werkstofftechnik".

Der Inhalt der ersten 4 Semester im Bachelor-Studiengang wird von beiden Universitäten angeboten, ist inhaltlich abgestimmt und im Rahmen des Studienplanes innerhalb der Universitäten kombinierbar. Es werden in dieser Zeit die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen in den Fächern Mathematik, Experimentalphysik, Chemie, Technische Mechanik, Informatik, Werkstoffwissenschaft, Kristallographie und Fertigungstechnik gelegt.

Der Studiengang mit der Vertiefung "Materialwissenschaft" wird überwiegend vom Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie und vom Otto-Schott-Institut getragen. Es werden Vorlesungen, Seminare und Praktika zu den verschiedenen Materialklassen (Metalle, Polymere, Keramik und Glas) angeboten.

Darüber hinaus sind 2 Wahlpflichtfächer zu belegen. Angeboten werden u.a. die Fächer Biomaterialien, Legierungen, Glasfehlerkunde und Nanomaterialien. Die Bearbeitungszeit für die abschließende Bachelorarbeit beträgt 12 Wochen.

Im Masterstudiengang wird die Ausbildung in den allgemeinen ingenieur- und werkstoffwissenschaftlichen Modulen vertieft und es erfolgt eine Spezialisierung auf eines der zahlreichen, überwiegend von der Physikalisch-Astronomischen und der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät angebotenen Wahlfächer, in welchem im 4. Semester die Master-Arbeit angefertigt wird. Als Pflichtfächer in der von der FSU Jena angebotenen Vertiefungsrichtung Materialwissenschaft sind zu belegen: Festkörperphysik, Modellierung/ Simulation, Nichtmetallische anorganische Werkstoffe, Metalle, Polymere, Materialcharakterisierung, Werkstoffmechanik, Werkstofftechnologie, Materialkundliches Praktikum.

Näheres zu diesem Studiengang hier.

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Master-Studiengang Photonics

Der zweijährige englischsprachige Masterstudiengang M.Sc. in Photonics wird seit dem Wintersemester 2007/08 an der Physikalisch-Astronomischen Fakultät angeboten; seit dem Wintersemester 2008/09 unter dem Dach der neu gegründeten Abbe School of Photonics. Internationale Studierende erhalten in diesem Studiengang eine fundierte Ausbildung in einem Forschungsgebiet, welches das Leben im 21. Jahrhundert in mindestens ebenso großem Umfang verändern wird wie es die Mikroelektronik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts tat. Das Kursangebot spannt den Bogen von der Grundlagenforschung über Laser- und Lasertechnologien bis hin zur Nichtlinearen Optik, Nanotechnologie und Biophotonik. Alle Vorlesungen und Seminare werden in englischer Sprache abgehalten, was den Masterstudiengang Photonics besonders für internationale Studierende zusätzlich attraktiv macht.

Als konsekutiver Studiengang richtet sich der Master in Photonics an Studierende mit einem Bachelorabschluss in Physik oder einem verwandten naturwissenschaftlichen oder ingenieurtechnischen Fach. Die Vorlesungen und Seminare des ersten Semesters dienen dazu, die Studierenden in die Grundlagen der Optik und Photonik einzuführen, bestehende Kenntnisse aufzufrischen und eventuell vorhandene Wissenslücken zu schließen. Dieses Pflichtcurriculum wird mit einer Vorlesung in Laserphysik im zweiten Semester abgeschlossen, woraufhin die Studierenden aus einem breit gefächerten Angebot vertiefender Vorlesungen entsprechend ihrer persönlichen Interessen wählen können. Diese Spezialisierung wird im dritten Semester fortgesetzt und mündet schließlich im vierten Semester in die Masterarbeit. Das Studium wird durch Sprachkurse, zahlreiche Blockveranstaltungen sowie durch ein Gastprofessorenprogramm international renommierter Wissenschaftler ergänzt.

Während des zweijährigen Studiums wird den Studierenden jedoch nicht nur theoretisches Grundlagenwissen vermittelt. Im Gegenteil: die Anwendung des erworbenen Wissens stellt einen integralen Bestandteil des Studiums dar. Beginnend mit dem ersten Semester werden die Studierenden daher Praktika absolvieren, in denen sie Schritt für Schritt die Methoden eigenständiger wissenschaftliche Arbeit erlernen.

Die enge Zusammenarbeit der Abbe School of Photonics mit international führenden Firmen auf dem Gebiet der Optik und Photonischen Technologien, wie z.B. Carl Zeiss, Osram, Leica, Trumpf, JENOPTIK oder Schott, ermöglicht es den Studierenden, ihr erlerntes Wissen während der Semesterferien in Industriepraktika zu vertiefen und zu erweitern. Gleichzeitig erhalten sie auf diese Weise frühzeitig die Möglichkeit, Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern aufzunehmen.