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2. Astronomiedidaktisches Kolloquium für Promovierende

Am 14.07.2015 findet zum zweiten Mal das Astronomiedidaktische Kolloquium für Promovierende im Rahmen der 12. Bundesweite Lehrerfortbildung Astronomie in Jena statt.

Hierzu sind alle Promovierenden mit astronomiedidaktischem Arbeitsschwerpunkt herzlich eingeladen (Download des Einladungsschreibens).

Ablauf des Kolloquiums

  08:15 - 08:45
  Prof. Dr. Oliver Schwarz
Begrüßung und Eröffnungsvortrag zum Thema
"Astronomie und klassisches Bildungsideal"
 08:45 - 09:15
  Lenka Bzduskova, Siegen
 09:15 - 09:45
  Tran Chat, Siegen
 09:45 - 10:15
  Kaffee-Pause
 10:15 - 10:45
   Florian Simon, Dresden
 10:45 - 11:15
   Stefan Völker, Jena

Das Kolloquium findet in den Tagungsräumen "Rosensäle" (Fürstengrabeb 27) statt.

Anmeldung und Einreichung eines Vortrags-Abstracts ist per E-Mail () bis zum 01.06.2015 möglich. Das Kolloquium sowie die gesamte Tagung sind beitragsfrei. Die Abstracts dürfen eine Länge von 1000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) nicht überschreiten und werden vorab online veröffentlicht.

Zudem besteht die Möglichkeit ein Poster während der gesamten Tagung auszustellen.


Abstracts der Teilnehmer:

CCD-Photometrie von Sternhaufen

Florian Simon (Schülerlabor DeltaX, Dresden)

In der im Oktober 2014 vorgelegten Masterarbeit (TU Dresden) ist die Aufbereitung des namensgebenden Themas "CCD-Photometrie von Sternhaufen" als authentische Lernumgebung für die gymnasiale Oberstufe dokumentiert. Die Entwicklung des Unterrichtskonzepts erfolgte durch didaktische Rekonstruktion der Thematik Sternentwicklung im Hertzsprung-Russell-Diagramm. Das praxisorientierte Unterrichtskonzept ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, auf Basis eigener Kenntnisse zum HRD, das Alter und die Entfernung von Sternhaufen selbst zu bestimmen. Zudem erfolgt eine Berufsorientierung, da methodisch gleichwertig zu Berufsastronomen vorgegangen wird - Lernende arbeiten kooperativ, analysieren eigens beschaffte, reale Daten und werten diese selbstständig aus.

Durch eine Bundesland-übergreifende Lehrplananalyse ist außerdem dokumentiert, in welchem Umfang astronomische Inhalte in die gymnasiale Schullandschaft Deutschlands eingebunden sind und welche gemeinsamen Themenfelder existieren (Stand Oktober 2014).

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Die Kelvin-Helmholtz Instabilität im Unterricht

Lenka Bzduskova (Universität Siegen)

Die Kelvin-Helmholtz-Instabilität tritt in Schichtströmungen an der Scherschicht auf. Fließen zwei Fluide mit unterschiedlichen Dichten und Geschwindigkeiten aneinander vorbei, dann entstehen Wellen bzw. turbulente Strömungen. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Entstehung von Wasserwellen am Meer, da sich die Luftschicht und die Wasserschicht mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten fortbewegen. Dieses Phänomen lässt sich ebenfalls am Himmel beobachten, wobei sich wellenförmige Wolken aufgrund von unterschiedlich schnell bewegenden Luftschichten ausbilden. Diese Erscheinung kann aber auch z.B. in der Atmosphäre des Saturns beobachtet werden.

Lenka - 2
Modell zur Kelvin-Helmholtz Instabilität

Im Vortrag soll gezeigt werden, wie man für den Schulunterricht ein einfaches Modell zur Kelvin-Helmholtz Instabilität anfertigen kann, um die Entstehung des Phänomens visuell deutlich zu machen.

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Elementarisierungen zu Berechnungen der Sonnenscheindauer und der eingestrahlten Sonnenenergie für beliebig geneigte Ebenen mittels Computersimulationen

Chat Tran (Universität Siegen)

Einen schulgerechten Berechnungsvorschlag zur Bestimmung der Sonnenscheindauer und der eingestrahlten Sonnenenergie auf eine waagerechte Ebene für eine beliebige geografische Breite hat K.-H. Lotze im Jahr 2005 veröffentlicht. Dabei kam die analytische Geometrie zur Anwendung.

Dieser Vortrag stellt eine Erweiterung dieser Berechnungen für beliebig geneigte Ebenen vor. Diese Erweiterung kann bei Lernenden insbesondere deshalb auf die Interesse stoßen, da sie eine direkte praktische Anwendung findet - nämlich um Solaranlagen auf die optimale Richtung zu orientieren oder um ihren Standort geschickt auszuwählen. Diese Erweiterung ist allerdings mathematisch anspruchsvoll und geht deutlich über das gymnasiale Schulniveau hinaus. Computersimulationen können hier hilfreich eingesetzt werden.

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Schülerprojekte mit astronomischen Originaldaten für den Einsatz im Astronomieunterricht der Oberstufe

Stefan Völker (Universität Jena)

Der Astronomieunterricht in der gymnasialen Oberstufe ist - wie der Physikunterricht - geprägt von einer zunehmenden Mathematisierung und Quantifizierung der Phänomene. Dieser Zielsetzung kann man gerecht werden, in dem man Schülerprojekte auf der Basis authentischer Beobachtungsdaten in den Unterricht einbindet. Im Vortrag werden mehrere solcher Projekte vorgestellt und diskutiert. Die Überprüfung des zweiten Kepler'schen Gesetzes anhand der Bahn eines visuellen Doppelsterns und die Thematik extrasolarer Planeten werden dabei ausführlicher besprochen.

Die Materialien sind geeignet dem Schüler die komplexe Rolle der Beobachtung im astronomischen Erkenntnisprozess näher zu bringen und ermöglichen diesem eine weitgehend selbstständige Bearbeitung der Themen.

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Die Abstracts des vergangenen Jahres finden Sie hier.