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Kurzdarstellung

Die Physikalisch-Astronomische Fakultät gehört zur Friedrich-Schiller-Universität Jena, einer klassischen Universität mit langer Tradition, die schon 1558 von Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen gegründet wurde. Ab 1870 legte der Physiker Ernst Abbe mit dem Universitätsmechanikus Carl Zeiß und dem Chemiker Otto Schott den Grundstein für wirtschaftliche Prosperität. Diese fruchtbare, enge Zusammenarbeit zwischen universitärer naturwissenschaftlicher Forschung und industrieller Produktion auf hohem technologischem Niveau, gepaart mit einer sehr erfolgreichen und international sichtbaren Grundlagenforschung, ist bis heute das Markenzeichen des Wissenschaftsstandortes Jena.

Auf dem Gebiet der Physik trugen Persönlichkeiten wie Max Wien, einer der Pioniere der drahtlosen Telegrafie, Felix Auerbach, Eberhard Buchwald, Wilhelm Hanle, Friedrich Hund, Georg Joos, Ernst Schmutzer, Max Schubert, Heinrich Siedentopf und Max Steenbeck entscheidend zum wissenschaftlichen Ansehen der Universität bei.

Binnen weniger Jahre nach der politischen Wende in Ostdeutschland hat sich Jena wieder zu einem Wissenschaftszentrum von internationalem Rang entwickelt. Die Physikalisch‐Astronomische Fakultät, die im Jahre 1990 gegründet wurde, hat dazu durch ihre nationale und internationale Sichtbarkeit einen wesentlichen Beitrag geleistet. Die Schwerpunkte der Forschung an der Fakultät liegen auf den Gebieten Astrophysik, Theoretische Physik, Optik/Quantenelektronik und Festkörperphysik/Materialwissenschaften.

Das Lehrangebot der Fakultät spiegelt die Schwerpunkte und Traditionslinien wieder. So werden Lehrveranstaltungen zur modernen Astrophysik, zur Theoretischen Physik mit den Schwerpunkten Gravitations‐ und Quantentheorie, zur Optik, Photonik und Laserphysik und zur Festkörperphysik in einer überdurchschnittlichen Breite bei hoher Qualität angeboten. Die Tradition der Ingenieursausbildung wird im eigenständigen Studiengang "Werkstoffwissenschaft" fortgesetzt. Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen Studiengang Physikund Werkstoffwissenschaft gibt es auch traditionell die Studiengänge Lehramt für Physik an Gymnasien und Regelschulen, wobei hier die Astronomie als Ergänzungsrichtung oder Drittfach wählbar ist. Zusätzlich bietet die Abbe School of Photonics einen internationalen Master of Science in Photonics an, der auch bei vielen ausländischen Studenten auf reges Interesse stößt.

Eine außerordentlich enge Vernetzung der Fakultät besteht mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer‐Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien, dem Helmholtz‐Institut Jena und der Thüringer Landessternwarte Tautenburg. Mit der lokalen Industrie und verschiedenen Fakultäten der Universität gibt es eine aktive Kooperation, die Anwendungsnähe, Schaffung neuer Erkenntnisse und Interdisziplinarität sichert. Es bestehen unzählige Kooperationen mit Forschern und Forschungszentren auf nationaler und internationaler Ebene. Diese befruchten in hohem Maße die Grundlagenforschung und angewandte Forschung an der Physikalisch-Astronomischen-Fakultät.