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Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen


Physiker an internationalem Forschungsprojekt beteiligt, bei dem ein neues optisches Nano-Bauteil entwickelt wurde, das ultraschnelle Datenübertragung auf kleinstem Raum ermöglicht

Spielekonsolegrafik
Grafische Darstellung eines komplexeren optischen Schaltkreises, in dem Licht durch die neu entwickelten
Nanoantennen gesteuert wird. Foto: © Rui Guo/Australian National University Canberra

Ein internationales Wissenschaftlerteam, an dem auch Physiker der Friedrich-Schiller-Universität beteiligt sind, hat in den letzten zwei Jahren unter Leitung von Prof. Dr. Dragomir Neshev von der Australian National University in Canberra ein neues optisches Nano-Bauteil entworfen, das ultraschnelle Datenübertragung auf kleinstem Raum ermöglicht. Die Erfindung, eine winzige Antenne für Licht, ist 100-mal dünner als ein menschliches Haar und auch in optischen Schaltkreisen einsetzbar, sind die Wissenschaftler überzeugt. Die Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Science Advances" (DOI: 10.1126/sciadv.1700007) veröffentlicht worden.

Die Geschwindigkeit der Datenübertragung in elektrischen Schaltungen ist derzeit unter anderem durch die Geschwindigkeit begrenzt, in der Elektronen entlang der Kupferdrähte fließen können, aus denen die Schaltkreise bestehen. Mit der Neuentwicklung können die dicht gepackten Kupferdrähte elektrischer Schaltkreise durch optische "Drähte" ersetzt werden, in denen Daten sehr viel schneller übertragen werden können, erläutert Dr. Frank Setzpfandt von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er war zusammen mit Dr. Isabelle Staude und Prof. Dr. Thomas Pertsch von der Jenaer Uni an den Forschungen beteiligt.


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